Differenzierte Anwendungsgebiete
Durchflusszytometrie findet in zahlreichen Bereichen Anwendung, u.a. in der Molekularbiologie, Proteinbiochemie, Pathologie, Immunologie oder der Pflanzen- und Meeresbiologie. Die Identifikation und Quantifizierung von Antigenen auf zellulärer Ebene durch Fluoreszenzfarbstoff-markierte monoklonale Antikörper (Immunophenotyping) ist eine der wichtigsten Anwendungsgebiete der Durchfluss-Zytometrie.
Analysen des Immunophänotyps sind entscheidend für die Erstdiagnostik und Klassifikation von akuter Leukämie, chronischen Lymphoproliferative Erkrankungen und bösartiger Lymphome, da die Behandlungsstrategie häufig von antigenen Parametern abhängt (Antigen-spezifische Therapie).
Die Immunophänotypisierung stellt zudem Informationen zur Verfügung, welche nicht über andere Analyse-Techniken ermittelt werden können. Bei Patienten kann so die Entwicklung nach einer Chemotherapie oder einer Knochenmarktransplantation überwacht werden. Gleichzeitig ermöglicht es die Feststellung von minimalen „Rest-Erkrankungen“. In der Analyse von Apoptose, Arzneimittelresistenz, Leukämie, spezifischen chimären Proteinen, Cytokinrezeptoren und weiteren Parametern, bestehen mit Hilfe der Durchflusszytometrie künftig neue Möglichkeiten in der Forschung und Diagnostik.
Die wichtigsten Applikationen
- Zellbiologie
- (Hoch-Durchsatz) Zellzählung
- Analyse des Zellzyklus
- medizinische Diagnostik (HIV, TB, Malaria)
- Sortierung von Zellen und Partikeln
- Stammzellenfoschung
- Zellkulturanalyse
- Bead-basierte Assays
- Mikrobiologie
- Biotechnologie
- Pflanzenbiochemie
- DNA Analytik
